Grundfasslegung 20. September 2019

Thur­gau­er Edel­de­stil­le­rie Macar­do rea­li­siert weg­wei­sen­den Um-Neu­bau

Am 18. Sep­tem­ber 2019 erfolg­te in Kreuz in der Gemein­de Amli­kon-Bis­segg die Grund­fass­le­gung für die neue Destil­le­rie der Thur­gau­er Edel­bren­ne­rei Macardo.Diese errich­tet rund um die über100 Jah­re alte, unter Denk­mal­schutz ste­hen­de ehe­ma­li­ge Käse­rei bis Ende 2020 zwei neue Gebäu­de für eine grös­se­re Destil­le­rie, ein moder­nes Fass­la­ger sowie ein Bed & Bre­ak­fast mit zehn Zim­mern, Event Area, Semi­nar- und Kon­fe­renz­be­reich, zwei Appar­te­ments, Zigar­ren­lounge und Shop.

Zum Spa­ten­stich mit Grund­fass­le­gung waren zahl­rei­che Part­ner und Freun­de der Fir­men­in­ha­ber Mar­ti­na und Andre­as Bös­sow sowie Gemein­de­prä­si­dent Tho­mas Ochs, des­sen Vor­gän­ger Oth­mar Schmid, Vize-Gemein­de­prä­si­dent Beat Buch­mann sowie die Gemein­de­rä­te Urs Zur­bu­chen, Simon Haag und Paul Sau­ter vor Ort. Gemein­de­prä­si­dent Tho­mas Ochs zeig­te sich erfreut über das weg­wei­sen­de Pro­jekt, von dem sich die Gemein­de einer­seits mehr über­re­gio­na­le Bekannt­heit ver­spricht und and­rer­seits inso­fern pro­fi­tiert, dass der Mehr­zweck-Even­traum auch für Gemein­de­an­läs­se genutzt wer­den kann.

Fir­men­in­ha­ber Andre­as Bös­sow bekann­te sich ein­mal mehr aus­drück­lich zum Stand­ort am «Kreuz», wel­cher nur rund zwei Kilo­me­ter vom jet­zi­gen Domi­zil der Macar­do in Stroh­wi­len ent­fernt liegt. «Macar­do ist eng ver­bun­den mit dem Thur­gau, denn in allen unse­ren Edel­de­stil­la­ten ste­cken letzt­lich hoch­wer­ti­ge Zuta­ten aus der Regi­on sowie natür­lich das rei­ne Was­ser aus unse­rer eige­nen Quel­le. Die Lage hier am Kreuz, mit dem wei­ten Blick hin­über vom Sätis bis­zu den Chur­firs­ten, ist für die Bren­ne­rei, aber auch für das Bed & Bre­ak­fast-Pro­jekt ganz her­vor­ra­gend und wir sind glück­lich, dass die Bevöl­ke­rung und die Gemein­de unse­re Visi­on mit­tra­gen und unter­stüt­zen», sag­te er anläss­lich der Grund­fass­le­gung.

Gemein­sam mit Gat­tin Mar­ti­na und Mas­ter Distil­ler­B­ar­tho­lo­mä­us Fink plat­zier­te er sodann kei­nen tra­di­tio­nel­len Grund­stein, son­dern ein «mit gehei­men Zuta­ten gefüll­tes» Whis­ky­fas­sam tiefs­ten Punkt des Bau­grund­stücks, unmit­tel­bar neben dem geschichts­träch­ti­gen Gebäu­de der alten Käse­rei, wel­ches von Grund auf saniert per­fekt ins Erschei­nungs­bild der neu­en Anla­ge inte­griert wird.

Ver­ant­wort­lich für die Gestal­tung der Neu­bau­ten ist der renom­mier­te Archi­tekt Flo­ri­an Oettl von AD&D. Er ist im Raum Kon­stanz auf­ge­wach­sen und heu­te in Dubai domi­zi­liert, wo auch Andre­as Bös­sow samt Fami­lie bis vor kur­zem leb­te und wo sich bei­de auch ken­nen­ge­lernt hat­ten. «Wir ver­schmel­zen moder­ne Archi­tek­tur mit der tra­di­tio­nel­len Schön­heit der denk­mal­ge­schütz­ten Käse­rei, grei­fen mit­tels der fünf Dach­firs­te die Linie der Chur­firs­ten auf und inter­pre­tie­ren mit der viel­far­bi­gen, aus natür­li­chen Roh­stof­fen kon­stru­ier­ten Fas­sa­de die Bunt­heit und Ruhe der Thur­gau­er Land­schaft mit ihren Fel­dern, Streu­obst­wie­sen und Bäu­men», erläu­ter­te er. «Zudem haben wir ein weg­wei­sen­des Ener­gie- und Umwelt­kon­zept», ergänzt Andre­as Bös­sow. Ein Gross­teil der Ener­gie wird laut sei­nen Wor­ten mit­tels eige­ner Solar­an­la­ge erzeugt, die Abwär­me der Bren­ne­rei wird zum Hei­zen der öffent­li­chen Räu­me und des B&B-Betriebs genutzt und die bio­lo­gi­schen Abfäl­le wer­den einer nahe­ge­le­ge­nen Bio­gas­an­la­ge zuge­führt.

Nach dem jetzt erfolg­ten Spa­ten­stich rech­nen die Bau­her­ren bei gutem Wet­ter mit einer Pro­jekt­zeit von rund 15 Mona­ten. Ende 2020 sol­len dann der Umzug und die Eröff­nung der neu­en Macar­do-Destil­le­rie gefei­ert wer­den. Mehr Infor­ma­tio­nen zum Betrieb fin­den Inter­es­sier­te auf www.macardo.ch.

 Autor: Jörg Roth­wei­ler, Rome­dia